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Das Satellite-Funnel-Prinzip

24 May 2019

Suchmaschinen sind mittlerweile so intelligent, dass sie sehr fehlertolerant auf Sucheingaben reagieren und dennoch plausible und passende Ergebnisse liefern. Bei der Verankerung von Content im Index gelten jedoch andere Regeln, und die gibt die Suchmaschine vor. Eine aus meiner Sicht recht effektive Methode zur Erziehung des Webvolks.

Dienst nach Vorschrift? Ja, muss sein.

Stimmt die Qualität von Inhalt, Struktur, Verlinkung und Code-Qualität der Seiten, so klappt das auch mit der Suchmaschine und den besseren Positionierungen auf den vordersten Seiten. Wenn etwas das Ranking positiv beeinflusst, dann ist es die Qualität und Homogenität der vorgehaltenen Inhalte. Die ergibt sich aus Themen und Seiten, die man zueinander in Beziehung bringt, um einen zentralen Begriff herum.

Nehmen wir als Beispiel ein spezielles Werkzeug zur Gartenpflege, einen "Vertikutierer". In unserem Schaubild symbolisiert durch den großen roten Punkt. Ein spezielles Gerät, welches sich für viele Stadtmenschen nur über den Kontext "Rasenpflege" erschliesst. Das könnte der kleine orangene Punkt sein. In diesem Zusammenhang kann man auch über "Moos" und "Unkraut" sprechen, violett und grün. Bestimmt auch über "Rasenmäher" und "Düngemittel", blau und rosa. Zuletzt vielleicht noch ein Wort zum "Ziergarten", ganz am Rande in grau. Idealerweise haben Sie alle genannten Produkte im Regal Ihres Ladens, und Sie können zu globalen Themen wie Rasenpflege auch noch Sekundärliteratur anbieten.

Mal von oben betrachtet …

Nehmen wir die Draufsicht, so erinnert das Zentralgestirn mit den es umkriesenden Satelliten durchaus an ein Planetensystem. Alles steht in einem Zusammenhang, und wenn man den Bogen nicht zu weit gespannt hat, ist der Weg vom Ziergarten zum Vertikutierer kein weiter – selbst wenn er über Zwischenstationen wie z.B. Moos führt.

Die Beschreibung des zentralen Themas wird durch die Satelliten zu einer vollständigeren Information, die somit mehr Qualität hat. Vor allen aber wird dadurch ein größeres Netz gespannt, um mehr Suchanfragen zu fangen.

Natürlich könnte man das alles auch auf eine Seite schreiben, aber besser wird es dadurch nicht. Eher unübersichtlicher. Deshalb belohnt die Suchmaschine die Unterteilung auf mehrere Seiten. Die, wenn sie nicht zu kurz gehalten sind, eine deutliche Aufwertung der Gesamtdarstellung darstellen.

Die hellblauen Pfeile der Draufsicht zeigen die Verlinkung der Dokumente untereinander auf, die auch gerne etwas komplexer sein darf. Erliegen Sie aber bitte nicht der Binsenweisheit "viel hilft viel". Das stimmt so nicht. Gleichzeitig sind die bunten Punkte auch Sinnbild für eine gewisse Schlüsselwort-Dichte um den Kernbegriff herum. Mal näher, mal ferner, aber nie ohne Bezug – also nie zu weit weg.

Der Perspektivwechsel macht es deutlich

Letztlich ist die Verlinkung über Navigation und Textlinks dazu gut, den inhaltlichen Radius des zentralen Begriffes über die verbundenen Satelliten zu erweitern. So entsteht aus einem einzelnen Punkt ein Geflecht aufeinander bezogener Punkte, das den Leser/Sucher ohne Druck mit kompakten Argumenten zum zentralen Thema führen. Man kanalisiert die Recherche des Besuchers. 

Das klingt zwar nach unnötigem Aufwand, aber der wenig fokussierte Sucher findet auf diesem Weg vielleicht mehr Argumente für einen Vertikutierer als gedacht. Und vielleicht kauft er zusätzlich zum Vertikutierer auch noch den Rasenmäher und besagtes Buch …

Nutzen Sie das Prinzip unseres Satelliten-Trichters, um Ihre Kunden zu Produkt und Peripherie zu lotsen. Sie untermauern Ihre Glaubwürdigkeit, nicht nur gegenüber der Suchmaschine.

 

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Suchmaschinen reagieren fehlertolerant auf Sucheingaben, sind jedoch streng bei Verankerung von Content im Index

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