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Business as Usual

27 May 2019

Amazon wirbt dafür, es seinen Geschäftskunden leichter machen zu wollen mit Amazon Business (AB). Ja, leider sind die Probleme trotzdem die gleichen geblieben wie immer. Wrklich besser fühlt sich das nicht an.

Wir haben uns bei AB angemeldet, weil wir es im Büro lästig finden, immer wieder erst mal Rechnungen anzufordern, die eigentlich einer Sendung beiliegen könnten. Ob sich das jetzt ändert? Denn genau dort sparen Amazon und seine Händler, und nur die wenigsten machen sich die Arbeit und liefern unaufgefordert inklusive Rechnung.

Die Regel sieht eher so aus, dass nichts beiliegt, vielleicht ein Amazon Lieferschein in 10 x 10 cm Größe, mit Text in Schriftgrößen um die 4 Punkt für alle relevanten Daten, kaum entzifferbar, die Rückgabebedingungen. Einzig das Amazon-Logo hat eine Versalhöhe von 18 Punkt.

Das erste, was auffällt und einen deutlichen Unterschied zum Privatkunden macht, sind die anzeigten Nettopreise. Um es vorweg zu nehmen – das war es dann aber auch schon. Die China-Angebote sind jetzt einfach zu erkennen, weil das System keine Mehrwertsteuer rausrechnen kann Insgesamt haben wir mehrere Artikel bestellt, aus unterschiedlichen Quellen, zusammen für etwa 90 €. 

Der Bestellvorgang dröselte dann, ganz am Schluss, die Versandkosten auf. Die Bündelung von Bestellungen (ab 30€ zahlt man keinen Versand mehr) spart uns hier 4€ Versandkosten. Der "Verkauf durch Amazon" bedeutet in diesem Fall: Amazon EU S.à r.l. Luxemburg (Versand aus Polen), Amazon EU S.à r.l., Niederlassung Deutschland oder Amazon EU S.à r.l., Sucursal en España (Versand aus Spanien). Drei Rechnungen selbst aufrufen und ausdrucken. Solche Bündelungen gelingen aber mit anderen Anbietern nicht, und dann wird es schon merklich zäher – im Amazon Backend gibt es obendrein keine PDF-Rechnung zum herunterladen.

Die Batterien kommen ohne Rechnung, also müssen wir eine anfordern. 

Drei Adapterringe aus Holland werden, wie wir heute erfahren haben, gar nicht erst an uns ausgeliefert, sondern gleich zum 5 Kilometer entfernten Abholort bei "Uwes Schuh- & Schlüsseldienst" verfrachtet, wo wir sie innerhalb von 2 Tagen abolen dürfen. Super! Eine Rechnung selbst aufrufen und ausdrucken.

Der kleine Klinkenstecker kommt im Briefumschlag, Warenwert 1,59€, Versand 1,99€ – Frechheit. Obendrein ohne Rechnung, also müssen wir eine anfordern. 

Das Audiokabel kommt ohne Versandkosten, aber auch ohne Rechnung, also müssen wir eine anfordern. 

Nicht eine einzige Rechnung lag den Sendungen bei. Der ganze Hickhack nebst Ablage und Ausdrucken erhaltener PDF-Rechnungen dauert jetzt schon eine halbe Stunde, und ich bin nicht die Buchhaltung, sondern der Besteller. Das nervt.

Oh, eine Antwort zur Rechnungsanforderung …

Verstehe. Blöd ist auch, dass Marketplace-Anbieter beim Bestellen nicht ausgeblendet werden:  "Wenn Sie bei einer Marketplace-Bestellung eine Rechnung wünschen, bitten wir Sie, sich direkt an den Verkäufer zu wenden. Bitte beachten Sie aber, dass viele Verkäufer Privatpersonen oder im Ausland ansässig sind und keine (deutsche) Rechnung ausstellen können. Amazon.de ist es leider nicht möglich, Rechnungen im Namen der Verkäufer auszustellen." Was soll ich denn ohne Rechnung Geschäftskosten buchen bitte?

Ich bin gezwungen, mich nach Erhalt der Lieferungen im Business-Backend anzumelden, meine Bestellungen aufzurufen und 7 Rechnungen herunterzuladen oder anzufordern und schliesslich auszudrucken – wenn ich sie denn überhaupt erhalten habe. Das ist das Ergebnis eines einzigen Bestellvorgangs bei Amazon. 

Und das, liebe Amasons, ist kein Business-Service.  Als Business-Kunde läuft man bei Amazon den Rechnungen genauso hinterher wie der Privatkunde. Das sind die gleichen Service-Lücken wie immer – bitte mal kräftig nachbessern.

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Als Business-Kunde läuft man bei Amazon den Rechnungen genauso hinterher wie der Privatkunde

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