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PDF/X Workflow in der Druckvorstufe

Man sollte das Acrobat-Paket Up-to-date zu halten, um einen PDF-Workflow optimal nutzen zu können. Acrobat bietet einen Preflight, eine Ausgabevorschau und umfangreiche Kompatibilitätsprüfungen. Das und nur das läßt eine verlässliche Aussage darüber zu, ob sich das Dokument weiter verarbeiten läßt. Wenn die Druckdaten nach PDF/X Industriestandard erstellt/geprüft sind und das RIP des Druckers trotzdem bockt, dann ist der Ball auf der anderen Seite, da ist weder der Ersteller noch der Kunde zuständig.

Korrekturen in PDF sind möglich

Dass man in PDFs keine Texte korrigieren kann, ist ein Ammenmärchen. Man kann es, man kann auch Bilder in der PDF nachbearbeiten, extrahieren und noch einiges mehr. Aber auch für Archivzwecke taugen die originalen Daten nur bedingt...

Heute kann man bespielsweise ganz alte Quark Dokumente mit der aktuellsten Version ohne Verluste und Veränderungen nicht mehr öffnen, man muss ältere Programmversionen zur Zwischenkonvertierung benutzen. Das ist aufwendig und umständlich, jedoch bei anderen Anwendungen ganz ähnlich und kaum besser.

Auf Jahre hinaus

Für Langzeitarchivierungen wurde nun das PDF/A Format entwickelt, das solche Probleme ausschliesst. Es wurde in diesem Jahr von der International Organization for Standardization in Form des PDF/A (PDF/Archive) als Standardformat für die Langzeitarchivierung anerkannt. Der ISO 19005-1 benannte Standard definiert ein auf PDF basierendes Dateiformat, welches sicherstellt, dass elektronische Dokumente über einen langen Zeitraum ihr Erscheinungsbild, unabhängig von Anwendung und System, beibehalten. Dieser Standard hat zum Jahresende 2005 in unsere Produktionswelt Einzug halten.

Die Branche hat damit Industriestandards für Abstimmung, Druckproduktion und Archivierung, die uns ermöglichen, mit minimalen Datenmengen bei maximaler Sicherheit mit weniger Aufwand zu arbeiten.

Standards sparen Kosten

Diese Standards und Vereinfachungen bringen die Kostenersparnis. Die umständliche eigenverantwortliche Verwendung von monströsen Datenpaketen mit Hundertschaften von Dateien ist einfach von gestern, sie ist unnötig und risikobehaftet.

PDF/X und PDF/A werden allen gerecht: dem Designer mit maximaler Kontrolle bei der Erstellung, der Agentur mit Schnelligkeit und Sicherheit durch omnikompatible, schlanke, farbkonstante Dokumente – und schliesslich auch dem Endkunden, der seine Drucksache auch als Archivdatei auf seine Systeme sichern kann und dabei den vollen Zugriff auf Texte und Bilder erhält.

(aus 2005)

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