Kunden wollen Daten - das ist normal …
Kunden wollen die Daten Ihrer Publikationen. Zur Sicherung, zur Produktion, zur Archivierung. Die Forderung nach Daten ist also verständlich. Aber welche Daten sind dafür erforderlich, welche am besten? Die Quelldaten oder die Archivdaten?
Der Unterschied zwischen Quelldaten und Ausgabedaten/Archivdaten
Quelldaten sind die professionell aufgebaute Basis für Ausgabe- und Archivdaten. Sie werden mit speziellen Programmen erzeugt, Ihre aufwendige Erstellung und Benutzung setzt Fachwissen voraus und ist komplex. Oftmals besteht eine Quelldatensammlung aus Hunderten verschiedener Dateien, die in einem Layoutdokument miteinander kombiniert und verbunden worden sind. Quelldaten sind systemabhängig und setzen für die Bearbeitung das Erstellungsprogramm voraus. Allen ist gemeinsam: Sie sind komplex und aufwändig in der Erstellung, bieten dafür aber die maximale Bandbreite an Bearbeitungsoptionen.
Ausgabe- und Archivdaten sind das, was man aus Quelldaten generiert. Sie bestehen im Bereich Druck in der Regel aus einer einzigen PDF-Datei mit eingebetteten Schriften, haben nur einen Bruchteilen der Datenmenge der Quelldateien, können plattformübergreifend verwendet werden und für den Druck oder die Betrachtung genügt der kostenlose Acrobat Reader. Im Bereich Internet handelt es sich zumeist um Hypertext-Dokumente mit den zugehörigen niedrig auflösenden Bildern sowie Flash-Player-Dokumente. Diese Dateien sind für die Verwendung im Browser größenoptimiert exportiert worden, ebenso wie bei PDF-Dokumenten ist jedoch die Möglichkeit der nachträglichen Bearbeitung eingeschränkt.
Ein paar Gründe, weshalb die Forderung nach Quelldaten fragwürdig bleibt...
Rechte, Pflichten und Lizenzen
Quelldaten müssen, um voll funktional zu sein, vollständig übergeben werden. "Die Schriften bitte vollständig beilegen." Wer für viel Geld eine Schriftbibliothek gekauft und die Lizenzvereinbarungen gelesen hat, der weiß, dass das nicht rechtens ist. Der Empfänger der Quelldaten muss die Schriften selbst erwerben. Solche Lizenzverletzungen sind ein typisches Beispiel unter vielen, die bei der Weitergabe von Daten auftreten können. Das Einbetten von Font-Untergruppen in eine PDF ist hingegen legal...
Kontrollverlust = Haftungsverlust
Den Quelldatenbestand aus der Hand zu geben bedeutet auch, keine Kontrolle mehr über das zu haben, was damit passiert. Die Menge der Datenbestandteile kann nicht nur frei kopiert werden, sondern auch Probleme bei der Ausgabe in einer anderen Systemumgebung machen.
Der Ersteller braucht die Kontrolle beim Erstellen der Quelldaten ebenso wie die Kontrolle am Ausgabedokument. Ohne diese Kontrollmöglichkeit kann er keine Haftung übernehmen.
Software altert schnell
Viele alte Dokumente lassen sich mit aktuellsten Programmversionen nicht ohne Verluste und Veränderungen öffnen, teilweise muss man ältere Programmversionen zur Zwischenkonvertierung benutzen. Das ist aufwendig und umständlich, kostet Geld. Schon nach ein paar Jahren treten erste Kompatibilitäts-Probleme auf.
Der Kunde ist auf lange Sicht nicht wirklich gut bedient, wenn er Quelldatenbestände zur Archivierung bekommt.
Was der Kunde im Regelfall fordert:
- Eine reproduktionsfähige Sicherungskopie der Druckfassung, die auch nach Jahren noch funktionieren wird.
- Zugriff auf alle verwendeten Bilder, an denen er die Rechte innehält
- Zugriff auf alle Texte
- Zugriff auf alle Dokumentinhalte zur Indexierung für Archivzwecke
Ein layoutkonsistentes Druckdokument, das jederzeit ohne Mehrkosten nachproduziert werden kann, ohne die Schriften oder das Erstellungsprogramm dafür kaufen zu müssen.
Die Praxis zeigt, dass die meisten Unternehmen nichts anderes als das einfordern. Wenn sie trotzdem Quelldaten wollen, könnte es dann auch bedeuten, dass die keine andere Lösung kennen...?
Die perfekte Lösung: Druckdaten mit PDF/X und eine Langzeitarchivierung mit PDF/A
Beide sind anerkannte und zertifizierte Industriestandards für Abstimmung, Druckproduktion (PDF/X) und Archivierung (PDF/A). Sie ermöglichen uns, mit minimalen Datenmengen bei maximaler Sicherheit mit weniger Aufwand zu arbeiten.
Die Kundenforderungen werden vollständig erfüllt, die Interessen der Ersteller werden gewahrt, Qualitätskontrollen werden durchgeführt, rechtliche Rahmenbedingungen werden eingehalten, die Kompatibilität auf Jahre hinaus gesichert.
Internet: Upload = Ausgabedateien
Im Bereich Internet sind die Daten, welche auf den Server geladen und von einem Browser abgerufen werden, die Ausgabedateien. Auch hier erhält der Kunde vollen Zugriff auf alle optimierten Bilder, Texte und andere Inhalte. Er hat eine reprduktionsfähige Sicherungskopie, die er jederzeit wieder auf den Server laden oder im Intranet nutzen kann. Gleichzeitig hat er die Option, die Hypertextdokumente bei Bedarf zu ändern. Auch hier sind alle Kundenforderungen vollständig abgedeckt.
(aus 2005)


