Gamechanger Smartphone - Die neuen Nutzungskonzepte im mobilen Internet

12 Sep 2017

Lange Zeit bestanden Websites aus Text, Bildern und Pull-Down-Menus als Navigation, zum Klicken und Scrollen mit der Maus. Daraus ergab sich eine Benutzeroberfläche, die bei fast allen Websites gleich war. Mit dem ersten iPhone kam 2007 MultiTouch auf den Markt - kleine Touchscreens mit Gestures und Dingen wie Swipe, Pan  & Zoom. Es folgten Tablets mit dem gleichen Bedienkonzept, aber größeren Bildschirmen. In der Folge entstanden erste responsive Layouts, die sich der jeweiligen Bildschirmgröße anpassen konnten. Letztlich war es dann die Bandbreite von 3G und LTE aufwärts, die völlig neue mobile Nutzungskonzepte möglich machte. Mit den Smartphones hatte man sozusagen das Rad neu erfunden, eine massive Veränderung zeichnete sich ab.

Anpassung auf die Situation und die Wünsche des Besuchers

Immer mehr Menschen nutzen heute das mobile Internet für ihr tägliches Leben und ihre Arbeit. Nachdem Google auch noch dazu überging, nicht für Mobilgeräte optimierte Websites im Ranking abzustufen, musste die Industrie reagieren. Die Folge waren responsive Layouts und aufgrund der Bandbreite großformatige Bilder, die auf Desktops wie Smartphones gleichermaßen guten Eindruck machen. 

Webangebote sind damit plakativ geworden. Aber auch besser? Nicht in jedem Fall. Denn nur allzu oft werden bei Redesigns bestehende Strukturen und Inhalte einfach übernommen und eine konsequente Mobil-Optimierung aus Kostengründen ausgelassen. Das kann nicht gut gehen.

Nutzwert steigern durch neue Mobil-Services

Das mobile Web von heute eröffnet mit seiner Verfügbarkeit und Bandbreite dem mobilen Nutzer ganz neue Möglichkeiten von Informationsabruf, Recherchen, Einkauf, Buchung, Zusammenarbeit, Organisation – und vielem mehr. Und alles auf einem Smartphone, dessen kleiner Screen geradezu nach Reduktion und schneller, einfacher Orientierung und Auswahl schreit.

Es müssen also neue Nutzungs- und Servicekonzepte her, die die Möglichkeiten des Mobile Web ausschöpfen. Und die Strukturen bestehender Angebote müssen auf den Prüfstand. Wer will sich auf seinem Smartphone schon durch unübersichtliche Navigationen hangeln, ständig wischen und zoomen?

Das Internet of Things braucht Applikationen, Bedienkonzepte und Benutzeroberflächen, die Übersichtlichlichkeit auf Smartphonebildschirme zaubern, Kontrolle und Steuerung einfach machen, Feedback geben. Übers Mobilnetz, überall, jederzeit. Wenn man es will oder braucht.

Natürlich müssen wir noch lernen, wieviel Kontrolle und Automatismus für uns gut ist, wie viel wir wirklich brauchen. Eine totale Vernetzung ist bestimmt eine verlockende Perspektive – fragt sich nur für wen. Für's Erste könnte es auch reichen, vorhandene Systeme miteinander zu verbinden. Und in solchen hybriden Strukturen neue Modelle zu entwickeln, die uns immer noch die Zeit und die Freiheit lassen, zu lernen und zu verstehen und uns an diese neuen Dinge anzupassen. Das fällt nicht jedem unbedingt leicht.

Deshalb ist es wichtig, auch Zeit und Geduld zu investieren. Trotzdem können wir schon heute mit einfachen Mitteln neue Ansätze realisieren, und dabei lernen, wie sich diese Innovation in unser Leben integriert. Schritt für Schritt, das ist gesund. Auch das ist Nutzwert.

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Immer mehr Menschen nutzen heute das mobile Internet für ihr tägliches Leben und ihre Arbeit.  Sind Internetangebote wirklich darauf abgestimmt?

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