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Big Buzz is watching you |
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Google hat mit Buzz den vermeintlichen Facebook-Twitter-Killer auf den Weg gebracht? Weit gefehlt. Die ersten Tage seit der Einführung sind ein PR-Desaster für Google gewesen, eine Nachbesserung jagte die andere. Und Google hat allen Grund dazu. Die automatischen Funktionen von Buzz boten reichlich Anlass für harsche Kritik, nicht nur von Datenschützern.
Buzz wurde ganz einfach an die 170 Millionen GoogleMail Accounts angedockt. Wer also GoogleMail hat, der hat auch automatisch Buzz. Und das mit einer Grundeinstellung, die es in sich hat. Das bedeutet, dass (wenn Sie nichts anderes wünschen - oder einstellen) Buzz anhand Ihrers bisherigen Mailarchives und Ihrer Kontaktliste automatisch entscheidet, was Sie mögen und wer oder was Sie interessieren könnte.
Hier gab es bereits eine Menge Ärger. Und als ob das noch nicht reichen würde, wurden schon die ersten Spammer gesichtet und die ersten Hacks zum Ausspähen der persönlichen Daten gesichtet – denn Buzz mobile scheint auch ein ernsthaftes Sicherheitsleck zu haben, welches man gerade am stopfen ist.
Google muss also kräftig nachbessern. Bis das passiert sein wird, sollten Sie Buzz einfach deaktivieren. Denn wenn Sie das nicht tun, dann sind Sie selbst schuld. Gehen Sie in Googlemail über das Web-Interface, und schalten Sie ganz unten in der Fussleiste Buzz einfach ab.
Genau dort können Sie es auch wieder einschalten. Lesen Sie aber bitte zuerst die Datenschutzbestimmungen zu Buzz, nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit dafür. Und entscheiden Sie erst dann, ob Sie Buzz wirklich haben möchten.
Addendum 18. Februar 2010: Bürgerrechtler haben in den USA eine Beschwerde gegen Buzz eingereicht. Das Electronic Privacy Information Center erklärte, Buzz verstoße gegen das US-Verbraucherschutzrecht. Die Kartellbehörde müsse verhindern, dass Google Mail Nutzer automatisch auch bei Buzz registriert werden. Nötig sei eine "Opt-In"-Regelung, eine aktive Anmeldung des Nutzers zu Buzz, so die Forderung der Datenschützer. Google hat einen Krisenstab eingerichtet.
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Zuletzt geändert am: 18.02.2010
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